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To: gentoo-user-de@g.o
From: Matthias Hanft <mh@...>
Subject: Re: Waiting for IPv6 addresses ...
Date: Sat, 19 Nov 2011 16:35:18 +0100
Bernd Wurst schrieb:
> 
> DHCP bei IPv6 heißt entweder radvd ("router advertisement") oder
> stateless autoconfiguration.

Ah, ok, danke, diese Begriffe kannte ich noch nicht.

> Hast du einen radvd im Netz?

Keine Ahnung. Also *ich* mit Sicherheit nicht, aber der Server liegt
im Netz eines Providers, und was *der* hat... kann man das (technisch)
irgendwie herausbekommen?

> Du hast Autoconfiguration aktiviert:
> /proc/sys/net/ipv6/conf/all/autoconf

Ah... ja... da steht tatsächlich 1 drin. Tststs. Wenn ich da jetzt 0
reinschreibe, ändert das nachträglich natürlich auch nix mehr. Da
sollte doch fürs Booten die relevante Einstellung für /etc/sysctl.conf
die hier sein? net.ipv6.conf.all.autoconf = 0 Ändert aber (fast) nix,
in /proc/sys/net/ipv6/conf/all/autoconf steht nach dem Reboot zwar
tatsächlich 0 drin, aber rc.log macht immer noch "Waiting for IPv6
addresses", und die MAC-bezogene Adresse wird immer noch gesetzt...

Kann man da irgendwas dagegen in die /etc/conf.d/net reinschreiben?
Im "net.example" find ich allerdings nix dazu... ah, Moment, in dem
/proc... Verzeichnis gibts noch accept_ra, accept_ra_defrtr und
accept_ra_pinfo - "ra" hört sich doch arg nach "Router Advertisement"
an?! Mal kurz gegoogelt: http://madduck.net/docs/ipv6/ - Abschnitt
"Setting System Parameters". Das in die sysctl.conf gemacht, Reboot
und... in den /proc-Dateien steht tatsächlich überall 0 drin, aber
rc.log macht immer noch "Waiting", und die "MAC-IP" ist auch wieder
da. Grmpf.

> Grundsätzlich ist bei der Spezifikation von IPv6 schon sehr viel Wert
> auf die Autokonfiguration gelegt worden und die meisten
> Implementierungen kommen damit ganz gut klar. Daher ist es eigentlich
> unnötig kompliziert wenn man die Adressen selbst festlegt. Ein DHCP wie
> bei IPv4, dass man dem Server sagt wer welche Adresse bekommt ist bei
> IPv6 nicht üblich sondern jeder macht sich seine Adresse aus dem Prefix
> und der MAC-Adresse selbst. Das ist auch der Grund warum du ein /64
> bekommst: Dann hat die MAC-ADresse noch Platz. :)

Hmja. Wobei er aus der MAC-Adresse 00:50:56:83:00:46 die IPv6-Adresse
2001:780:125:1:250:56ff:fe83:46 baut - wo die 02, ff und fe herkommen,
weiß ich dann auch nicht...

Naja, egal. Im Prinzip stört diese zusätzliche Adresse ja auch nicht
(außer daß der Bootvorgang eine halbe Sekunde länger dauert beim
"Waiting"), aber nachdem das ein virtueller Server beim Provider
ist, kann ich nicht 100%ig sicher sein, daß die MAC-Adresse immer
gleich bleibt - und nachdem ich den Server auch für outgoing Mail
verwenden will und man da für die Whitelists eine gute Reputation
braucht, will/muß/sollte ich da schon immer dieselbe Quelladresse
für abgehende Verbindungen verwenden (die dann auch in die Config-
Files von Postfix, aber auch bind und natürlich Apache - einen
Webserver gibts da auch - eingetragen ist).

Aber immerhin bin ich jetzt schon einen Schritt weiter: Ich weiß
jetzt, wo's herkommt, aber immer noch nicht, wie ich's wegkriege :-)

Gruß Matthias.


References:
Waiting for IPv6 addresses ...
-- Matthias Hanft
Re: Waiting for IPv6 addresses ...
-- Bernd Wurst
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